Fußballverband Niederrhein e.V.
Kreis 8 - Kleve - Geldern

Prima-Giro-Cup: Sieger jubeln um die Wette

Sechs Endspiele des Jugendfußball-Kreispokals wurden am Samstag ausgetragen. Der SV Straelen sahnte gleich drei Pokale ab.

09.07.2017
Sieger der A-Junioren: 1. FC Kleve
Text: Rheinische Post (Christian Candel) / D. Bimbach (FVN)
 
Die Endspiele des Jugendfußball-Kreispokals „Prima-Giro-Cup“ sind erneut bestens über die Bühne gegangen. Die Pokalrunden, die von der Volksbank an der Niers
und der Rheinischen Post unterstützt und vom Kreisjugendausschuss organisiert wird, lockte
am Samstag viele Zuschauer auf die Sportanlage Scholten in Kevelaer. Sechs Pokale wurden vergeben. Drei Mal jubelte der SV Straelen, zwei Mal Alemannia Pfalzdorf und einmal der 1. FC Kleve.
A-Ju­nio­ren: 1. FC Kle­ve – Vik­to­ria Goch 4:2 (2:1). 
Be­reits im Halb­fi­na­le ge­gen Keve­la­er hat­te der 1. FC Kle­ve ein deut­li­ches Si­gnal ge­setzt. Und auch im End­spiel ge­gen Vik­to­ria Goch hat­ten die Schwa­nen­städ­ter das bes­se­re En­de für sich. Gleich zu Be­ginn star­te­te der Leis­tungs­klas­sen-Meis­ter durch und mar­kier­te das 1:0 durch Da­vid Schmidt. Goch steck­te zu­nächst nicht auf und dräng­te auf den Aus­gleich. Der ge­lang in der 15. Mi­nu­te durch Mar­vin Gies­berts, nach­dem er ei­ne Flan­ke di­rekt ver­wan­delt hat­te.
Den­noch ver­buch­te Kle­ve in der ers­ten hal­ben Stun­de ein Chan­cen­plus und ging nach ei­nem Tor von Da­vid Schmidt er­neut in Füh­rung. Nach der Pau­se und dem Tor zum 3:1 durch Kle­ves Nick Schwar­ma sah es zu­nächst so aus, als wür­de der 1. FC durch­mar­schie­ren, doch Goch ant­wor­te­te noch ein­mal. Marek Syn­cerz traf zum 2:3-An­schluss. Kur­ze Zeit spä­ter hät­te die Vik­to­ria den Aus­gleich her­stel­len kön­nen. Kle­ve ließ die Spiel­wen­de aber nicht zu, kam ge­gen En­de noch ein­mal auf und mach­te durch das 4:2 durch Er­dem Ezer den Sack zu. „Es war nicht un­ser bes­tes Spiel, aber es war or­dent­lich. Wir wuss­ten, dass Goch mit lan­gen Bäl­len agiert. Dar­auf hat­ten wir uns ein­ge­stellt. Den­noch, Re­spekt an Goch“, sag­te Kle­ves Trai­ner Mar­kus Ver­küh­len. Gochs Coach Re­ne Dienel är­ger­te sich ein biss­chen: „Klar, Kle­ve war spie­le­risch bes­ser, aber wir ha­ben bis zum En­de gut ge­kämpft. Ei­nen Un­ter­schied hat man über wei­te Stre­cken nicht ge­se­hen. Ich könn­te mich mit der Nie­der­la­ge an­freun­den, wenn der Schieds­rich­ter bes­ser ge­we­sen wä­re“, sag­te Dienel, der ei­ni­ge strit­ti­ge Sze­nen kri­ti­sier­te.

B-Ju­nio­ren: Keve­lae­rer SV – SV Strae­len 0:3 (0:2). 
Für ei­ne kla­re An­ge­le­gen­heit sorg­ten die B-Ju­nio­ren des SV Strae­len. Ob­wohl sie nach ei­nem Platz­ver­weis in der 67. Mi­nu­te nur mit zehn Mann zu En­de spiel­ten, be­hiel­ten sie größ­ten­teils die Ober­hand. Keve­la­er hielt zwar ganz gut mit, konn­te sich of­fen­siv aber nur sel­ten in Sze­ne set­zen. Den bes­se­ren Start er­wisch­te der SVS, der nach ei­nem er­folg­rei­chen Straf­stoß von Kee­per Ju­li­us Pa­ris in Füh­rung ging. Die­se bau­te Mar­vin Ring kurz vor der Pau­se auf 2:0 aus.
Nach­dem der KSV in Hälf­te zwei an­fangs ganz gut ver­tei­dig­te, mar­kier­te Strae­len durch Mar­vin Trentzsch noch das 3:0. Ob­wohl der KSV drei Mi­nu­ten spä­ter in Über­zahl spiel­te, konn­te das Team den ver­meint­li­chen Vor­teil nicht für sich nut­zen und muss­te letzt­lich klein bei­ge­ben. „Auf­grund der ers­ten Halb­zeit geht der Sieg für Strae­len in Ord­nung. Wir konn­ten uns nur we­ni­ge Chan­cen er­ar­bei­ten“, sag­te KSV-Coach Ste­fan Ett­wig. Strae­lens Trai­ner Dirk Ot­ten hin­ge­gen war zu­frie­den: „Ins­ge­samt war es ei­ne ein­sei­ti­ge Par­tie. Wir wa­ren bis zum Schluss bes­ser.“

C-Ju­nio­ren: SV Issum – SV Strae­len 1:4 n.E. (1:0/1:1). 
Bei­na­he hät­te der SV Issum die gro­ße Über­ra­schung ge­schafft. Am En­de muss­te sich das Team um Coach Frank Wan­ner dem SV Strae­len aber doch ge­schla­gen ge­ben. Vor al­lem ei­ner hat­te et­was ge­gen ei­nen Is­su­mer Sieg – Strae­lens Kee­per Finn Bün­nings. Issum war zu­nächst durch Tim Wor­schi­schek früh in Füh­rung ge­gan­gen und spiel­te ab der 35. Mi­nu­te in Über­zahl, als ein Strae­le­ner mit Rot vom Platz ge­schickt wur­de.
Doch an­statt für Dampf zu sor­gen, ließ sich Issum nach der Pau­se oft in die ei­ge­ne Hälf­te drän­gen. Chan­cen blie­ben so­mit aus. Ganz an­ders auf Strae­le­ner Sei­te. Nach ei­nem Foul im Straf­raum ver­wan­del­te SVS-Kee­per Bün­nings den um­ju­bel­ten Aus­gleich. Das 1:1 hielt bis zum re­gu­lä­ren En­de, auch in der Ver­län­ge­rung än­der­te es sich nicht mehr. So­mit muss­te das Elf­me­ter­schie­ßen ent­schei­den. Und da trumpf­te Bün­nings so rich­tig auf. Al­le drei Is­su­mer Schüs­se konn­te der SVS-Tor­wart ab­blo­cken. Die Strae­le­ner selbst tra­fen je­den ih­rer drei Schüs­se vom Punkt. „Finn hat ge­zeigt, dass er ein Top-Jun­ge ist“, lob­te SVS-Trai­ner Dirk Ot­ten.
Iss­ums Coach Frank Wan­ner war trotz der Nie­der­la­ge nicht un­zu­frie­den: „Wir ha­ben das ge­macht, was wir kön­nen. Ich zie­he mei­nen Hut. Der Elf­me­ter kurz vor der Pau­se hät­te aber nicht sein müs­sen.“

D-Ju­nio­ren: Vik­to­ria Goch – SV Strae­len 1:2 (0:0). 
Die D-Ju­nio­ren sorg­ten für den drit­ten End­spiel-Sieg des SV Strae­len. Ge­gen Vik­to­ria Goch reich­te ein knap­pes 2:1, um sich die Sie­ger-Shirts über­strei­fen zu kön­nen. In der ers­ten tor­lo­sen Halb­zeit stand Goch kom­pakt und ließ nicht viel zu. Auch im zwei­ten Durch­gang dau­er­te es, ehe das ers­te Tor fiel. Nach ei­ner Ecke zwir­bel­te Strae­lens Nils Lach­mann den Ball zum 1:0 in die Ma­schen. Zu­vor hat­te Goch be­reits ei­nen Lat­ten­ball ver­bucht. Kurz da­nach er­höh­te Dje­nes Ra­don­cic auf 2:0. Doch die Vik­to­ria ließ nicht nach und kam in der 49. Mi­nu­te zum An­schluss­tref­fer durch Lu­ca Fe­lix Ha­maekers. Die Strae­le­ner leg­ten da­nach ei­nen Gang zu und dräng­ten mit ei­ni­gen gu­ten Chan­cen auf das 3:1, das letzt­lich aber nicht mehr ge­lang. Doch auch Goch blieb bis zum Schluss ge­fähr­lich. „Es war ein Spiel auf Au­gen­hö­he. Wir hat­ten un­se­re Chan­cen. Den­noch: Glück­wunsch an Strae­len“, sag­te Gochs Trai­ner Chris­tof Zo­gra­fos. Strae­lens Coach Ron­ny Ernst war voll des Lo­bes: „Es war ein rich­tig schö­nes Fi­na­le. Goch hat es uns schon wäh­rend der Sai­son ei­ni­ge Ma­le schwer ge­macht. Nach hin­ten raus ist un­ser Sieg aber ver­dient. Trotz­dem: Re­spekt an Goch.“

C-Ju­nio­rin­nen: SV Bed­burg-Hau – Ale­man­nia Pfalz­dorf 1:4 (0:2). 
Im rei­nen Nord­kreis-Du­ell ju­bel­te am En­de Ale­man­nia Pfalz­dorf und krön­te so­mit das ins­ge­samt gu­te Jahr der Ju­gend-Ab­tei­lung. „Jetzt ha­ben wir vier Spie­le in Fol­ge ge­gen Bed­burg-Hau ge­won­nen“, freu­te sich Ale­man­nia-Trai­ner San­dro Joh­ne. Sein gleich­be­rech­tig­ter Trai­ner­kol­le­ge Ed­dy Jä­ger sag­te: „Der Po­kal ist auf der rich­ti­gen Sei­te ge­blie­ben.“ Schon zur Pau­se führ­te Pfalz­dorf nach To­ren von Ni­co­le Kö­nig und Ne­le Fri­cke mit 2:0.
Kurz nach dem Sei­ten­wech­sel er­höh­ten Ne­le Fri­cke und Ja­na Ma­rie Cle­ven auf 4:0. Das Spiel war so­mit vor­ent­schie­den. Doch Bed­burg-Hau kämpf­te, ließ nie­mals die Köp­fe hän­gen und be­lohn­te sich am En­de noch mit dem Eh­ren­tref­fer durch Nal­an Gü­den. „In den ers­ten 20 Mi­nu­ten hat­te ich den Ein­druck, dass wir vor­ne lie­gen und der Geg­ner kei­ne Mit­tel hat. Ins­ge­samt ist un­se­re Nie­der­la­ge zu hoch aus­ge­fal­len“, re­sü­mier­te SV-Coach Pe­ter San­ders, der das Team ge­mein­sam mit „Uli“ Bartsch trai­niert.

D-Ju­nio­rin­nen: Keve­lae­rer SV – Ale­man­nia Pfalz­dorf 1:2 (0:0). 
KSV-Trai­ner Sig­gi Klen­ner war nach dem Spiel nicht nur Trai­ner, son­dern auch See­len­trös­ter. Nach dem 1:2 bra­chen ei­ni­ge sei­ner Spie­le­rin­nen in bit­te­re Trä­nen aus. Zu groß war der Schmerz über das ver­lo­re­ne End­spiel ge­gen Pfalz­dorf. Be­son­ders bit­ter war das 1:0 für Pfalz­dorf nach der tor­lo­sen ers­ten Halb­zeit. Ei­ne KSV-Spie­le­rin hat­te ein Ei­gen­tor er­zielt. Vor­her hat­te Keve­la­er zwei Lat­ten­tref­fer mar­kiert. Als der KSV im An­schluss auf­mach­te und die Ale­man­nia das 2:0 schoss, wur­de es aus KSV-Sicht un­ge­mein schwe­rer, noch zu­rück­zu­kom­men. Im­mer­hin ge­lang dem Team noch das An­schluss­tor zum 1:2 per Straf­stoß. „Scha­de. Das war ein blö­des Ei­gen­tor. Ins­ge­samt fin­de ich, dass zwei star­ke Teams ge­gen­ein­an­der ge­spielt ha­ben“, sag­te KSV-Trai­ner Klen­ner. Pfalz­dorfs Coach Olaf Tel­le­manns re­sü­mier­te: „Ei­gent­lich war es ein ty­pi­sches Un­ent­schie­den-Spiel. Keve­la­er ist aber auch kei­ne Lauf­kund­schaft. Ich bin stolz auf mei­ne Trup­pe.“

Vorgezogenes Endspiel der B-Juniorinnen

B-Ju­nio­rin­nen: SV Walbeck – SV Siegfried Materborn 2:8 (1:5). 

Da­mit hät­te wohl kaum je­mand ge­rech­net. Im Fi­na­le der B-Ju­nio­rin­nen des dies­jäh­ri­gen Pri­ma-Gi­ro-Cups ging der fa­vo­ri­sier­te SV Wal­beck, der ak­tu­ell um ein Ti­cket für die Fuß­ball-Nie­der­rhein­li­ga kämpft, sang- und klang­los un­ter. Aus­schlag­ge­ben­der Grund: Fi­nal­geg­ner Sieg­fried Ma­ter­born war ein­fach bes­ser. Das gab auch Wal­becks Trai­ner Ru­di Ger­mes zu: „Ma­ter­born war en­er­gi­scher, bis­si­ger und ef­fek­ti­ver. Wir hat­ten zwar auch Chan­cen, ha­ben die­se aber nicht kon­se­quent ge­nutzt“, sag­te er.

Ma­ter­borns Coach Hel­mut Jas­pers, der das Team ge­mein­sam mit Co-Trai­ne­rin Ann-So­phie He­ckers­hoff vor­be­rei­tet hat­te, freu­te sich über den Ge­winn des Po­kals. „Un­ser Sieg ist hoch­ver­dient. Die Mäd­chen ha­ben al­le Vor­ga­ben er­füllt und hat­ten auch ei­ne su­per Ein­stel­lung“, lob­te Jas­pers. El­len Huis­man und Bes­lin­da Xha­fa sorg­ten für ei­ne schnel­le Füh­rung. Die Wal­be­cke­rin Re­bec­ca Pesch­ges traf in der 27. Mi­nu­te zum An­schluss. „Da dach­te ich, dass wir noch die Kur­ve be­kom­men“, sag­te Wal­becks Trai­ner.
Doch Ma­ter­born mach­te bis zur Pau­se kur­zen Pro­zess und agier­te be­son­ders ef­fek­tiv. Xha­fa, Gre­ta Görtz und die stark auf­spie­len­de Li­net­te Hint­zen sorg­ten für ei­ne 5:1-Pau­sen­füh­rung. In Halb­zeit zwei hat­te Wal­beck trotz ei­ni­ger Chan­cen nicht mehr viel ent­ge­gen­zu­set­zen. Ma­ter­born er­höh­te durch Hint­zen und Huis­man auf 7:1. Wal­beck kon­ter­te mit dem An­schluss durch Chris­ti­na Del­len, das Spiel war je­doch schon längst ent­schie­den. Den Sack zu mach­te Bes­lin­da Xha­fa mit dem Tor zum 8:2. Nach dem Ab­pfiff wur­de or­dent­lich ge­fei­ert. Auf Wal­be­cker Sei­te war die Ent­täu­schung zwar vor­han­den, aber: „Ich kann mei­ner Mann­schaft kei­nen Vor­wurf ma­chen. Ma­ter­born war ein­fach bes­ser“, re­sü­mier­te Wal­becks Trai­ner Ru­di Ger­mes.